Projects Teaser

Projekt: Äthiopien

Daten & Fakten


Projektgebiete:
Kreis Becho + Kreis Saden Sodo in der Provinz Oromiya.

Finanzierung:
Erfolgt durch die Firma CONLEY'S Modekontor und den gemeinnützigen Verein Viva con Agua e.V.; die Durchführung des Projektes erfolgt in Zusammenarbeit mit der Welthungerhilfe.

Projektziele:
Der Bau von 10 Tiefbohrbrunnen sowie von 10 angegliederten sanitären Anlagen.



Ein kurzer Überblick


Projektvorstellung und Hintergrund
Der Community Development Service Ethiopia (CDSE) ist eine äthiopische NGO (Nichtregierungsorganisation), die im Jahr 2000 gegründet wurde und u.a. auch mit der "Disaster Prevention and Preparedness Commission" der dortigen Regierung zusammenarbeitete. CDSE verfolgt das Ziel, die Lebensbedingungen der Ärmsten zu verbessern - unter größtmöglicher Einbindung der Bewohner ihrer Projektgebiete! Die Organisation hat bereits Erfahrungen mit der Umsetzung von Projekten in ländlichen wie urbanen Gebieten, bisher wurden 14 Projekte erfolgreich umgesetzt. Momentan werden zwei realisiert, wovon das Millenniumsdorf Sodo der Welthungerhilfe von besonderer Bedeutung ist. CDSE hat weit reichende Erfahrung auf den Gebieten der ganzheitlichen Ernährungssicherung, Landwirtschaft, Wasserversorgung und Sanitäreinrichtungen. Ebenso befasst sich die Organisation mit Projekten zur Generierung von Einkommen und richtet Gruppen zur eigenständigen Selbsthilfe der Bevölkerung ein.

Lebensumstände und Wassersituation in den Projektgebieten
Laut dem zuständigen Wasser-Verwaltungsamt des Bezirkes beträgt die Gesamtbevölkerung der Projektgebiete ca. 9.220 Menschen.
Das Auskommen der Menschen vor Ort beruht größtenteils auf karger Landwirtschaft, wobei Getreideanbau und Viehzucht die häufigsten Einnahmequellen fast aller Haushalte darstellen. Die Knappheit in der Trinkwasserversorgung für Menschen und Viehbestand ist ein dringendes und existenzielles Problem in den Projektgebieten. Menschen und Tiere teilen Wasser aus denselben, weit entfernten Flüssen und ungeschützten, stehenden Gewässern. Für Frauen bedeutet das tägliche Beschaffen von Trinkwasser neben ihren anderen Verpflichtungen im Haus und der Betreuung der Kinder eine zusätzliche Last. Ebenso verhindert diese Pflicht bei vielen Kindern den Schulbesuch - besonders Mädchen fällt es zu, ihren Müttern zu helfen statt die Schule zu besuchen.
Neben der Wasserknappheit fehlt es auch an privaten oder öffentlichen Hygiene- oder Sanitätseinrichtungen wie Toiletten, Duschen oder Vorrichtungen zum Waschen von Kleidung. Folglich bleibt den Einwohnern nichts anderes übrig als ihr Geschäft auf dem offenen Feld zu verrichten, ferner haben sie keinerlei Möglichkeit zu duschen und ihre Kleidung regelmäßig zu reinigen.
Die geplanten Maßnahmen richten sich besonders an die bedürftigsten Bewohner der Projektgebiete, welche keine Möglichkeit haben, in anderen Vorhaben der Entwicklungszusammenarbeit berücksichtigt zu werden. Folgende Maßnahmen sind dabei hauptsächlich geplant um die dringendsten Probleme zu beheben:

Der Bau von Tiefbohrbrunnen
In jedem der beiden Projektgebiete werden je 5 Tiefbohrbrunnen (Bohrtiefe ca. 70-80 Meter) gebaut werden. Als Standorte werden gut erreichbare und technisch sinnvolle Plätze in der Nähe der Bevölkerung gewählt.

Der Bau von angegliederten sanitären Anlagen
Pro Projektgebiet werden fünf Plumpsklos, fünf Duschkabinen, fünf Waschbecken für die Kleiderwäsche und fünf Viehtränken in unmittelbarer Nähe zu den neuen Brunnen errichtet werden.

Schulungen
Die Bewohner der Projektgebiete, die Mitglieder des Komitees zur Wassernutzung (welches sich aus Mitgliedern der Gemeinschaft zusammensetzt) und die für die Brunnentechnik und -wartung zuständigen Mitarbeiter werden Schulungen zu den Themen Hygiene, Sanitäreinrichtungen und Brunnenverwaltung erhalten. Zusätzlich wird die Gemeinschaft befähigt werden, Nutzungsbedingungen für die neuen Anlagen zu erstellen.



Schauspielerin Laura Osswald




Helfen bringt Wasser und Spaß

Die Spender und Sponsoren von CONLEY'S helps haben einen großen Anteil daran, dass tausende Menschen in einem der ärmsten Länder der Welt ab sofort ein wesentlich gesünderes und besseres Leben führen können. Gemeinsam mit der Welthungerhilfe und Viva con Agua errichtet CONLEY'S helps in der äthiopischen Region Sodo insgesamt sieben Brunnen, die jeweils mehreren hundert Kindern, Frauen und Männern eine bessere Lebensgrundlage bieten.





Zwei Brunnen wurden am 24. Mai mit feierlichen Zeremonien, vor allem aber viel Spaß eingeweiht. Neben den unglaublich herzlichen Empfangsritualen mit Tanz und Gesang waren es vor allem die emotionalen Erlebnisse, die niemand vergessen wird, der dabei sein durfte. Ob die dankbaren Gesichter der alten Frauen und Männer, die am besten verstehen, was ein eigener Brunnen mit frischem Trinkwasser für eine Dorfgemeinschaft bedeutet oder die fröhlichen Kinder und Jugendlichen, die in von CONLEY'S helps gestifteten Trikots einen Riesenspass beim Fussballmatch (matsch würde eigentlich besser passen) gegen die anfangs noch weißen Männer aus Deutschland hatten.



Wie bedeutsam derartige Brunnen-Projekte für die Lebensqualität der Bevölkerung sind, erfuhren die Helfer auch bei den Empfängen in der deutschen Botschaft und beim äthiopischen Staatspräsidenten Wolde-Giorgis: Mehr als 30 Prozent aller Krankheiten haben ihre Ursache in unsauberem Trinkwasser. In Dörfern ohne eigene Brunnen müssen Frauen und Kinder oftmals stundenlang unterwegs sein, um schwere Wasserbehälter zu tragen. Sowohl der äthiopischen Präsident als auch der deutsche Regierungsvertreter dankten deshalb den Vertretern der Welthungerhilfe, Viva con Agua, CONLEY'S helps sowie dem Popstar Sasha für ihr wichtiges Engagement – fast so schön wie der Dank der Kinder, Frauen und Männer in Sodo.















Wasser ist alles

Daten und Fakten zu den Brunnenprojekten in Sodo

Äthiopien ist etwa dreimal so groß wie Deutschland und hat knapp 80 Millionen Einwohner. 85 Prozent der Bevölkerung lebt auf dem Land und nur jeder sechste hat Zugang zu sauberem Trinkwasser. Rund 30 Prozent aller Krankheiten und 15 Prozent der Todesfälle werden durch diesen Mangel verursacht. Besonders betroffen sind Kinder unter fünf Jahren, Frauen und ältere Menschen.





Knapp 100 Kilometer westlich der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba liegt Sodo, ein sogenanntes Streudorf, um das herum rund 2.500 Menschen leben. Kriege und Dürreperioden haben die Situation gerade in Sodo in den vergangenen Jahren drastisch verschlechtert. Überall fehlt es an Wasser, Unterernährung und Krankheiten sind gerade in Sodo ein großes Problem. Deshalb hat die Welthungerhilfe das Dorf zu einem sogenannten UN-Millenniumsdorf ernannt und gemeinsam mit den Menschen in Sodo festgelegt, wie sie ihr Leben verbessern wollen. Der Ausbau der Wasserversorgung ist dabei neben der Verbesserung der Ernährung, der Schuldbildung und der Gesundheitsvorsorge ein wesentliches Ziel. Die Hamburger Hilfsorganisation Viva von Agua hat die Verwirklichung dieses Zieles für Sodo übernommen und wird dabei von CONLEY'S helps tatkräftig unterstützt. Bislang konnten dank dieser Hilfe sieben Tiefrohrbrunnen gebaut werden und so die Gesundheitssituation und Lebensqualität der Menschen von Sodo deutlich verbessert werden.

Bevor die Brunnen gebaut wurden mussten die Menschen ihr Trinkwasser noch aus den meist entfernt gelegenen, stark verunreinigten Flüssen holen. Vor allem Frauen und junge Mädchen mussten täglich mehrere Stunden zu Fuß durch das karge, felsige Gelände zur nächsten Wasserstelle laufen, um Wasser in bis zu 20 Liter-Krügen für die Dorfgemeninschaft zu holen. Nur selten konnte das verschmutzte Wasser wegen des Holzmangels abgekocht werden, Krankheiten und eine hohe Säuglingssterblichkeit waren die Folge.

Das ist heute in Sodo zum Glück anders. Dank der neuen Brunnen muss kein Bewohner heute mehr als 1,5 Kilometer laufen. In jeder der um Sodo verstreuten Ansiedlungen überwacht ein Nutzerkomitee die Nutzung, Pflege und Wartung der jeweils 50 bis 80 Meter tiefen Bohrbrunnen. Die Frauen und Mädchen können sich heute wesentlich mehr um die Familie und die weitere Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse kümmern.



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